Häufige Fragen

Wie gross ist der Aufwand für die einzelne Schule?
Für die einzelne Schule entsteht kein direkter finanzieller Aufwand. Indirekter finanzieller Aufwand entsteht durch zeitlichen und personellen Aufwand verschiedener Personen.

Für die Mitarbeitenden einer Schule besteht der zeitliche Aufwand im Ausfüllen eines Fragebogens, in der Teilnahme an je einer Informations- und Rückmeldeveranstaltung sowie den Gruppen- oder Einzelinterviews. Die Leitungspersonen setzen zusätzliche Zeit ein für Vorbereitungs- Organisations- und Entwicklungsarbeit (Erstellen des Schulportfolios, Einteilen und Aufbieten der Interviewteilnehmenden, Evaluationsbericht analysieren, Massnahmen ableiten usw.).

Was kann man tun, wenn man mit den Evaluationsergebnissen nicht zufrieden ist?
Die Urteile des Evaluationsteams sind nicht verhandelbar. Ist die Schule mit dem Bericht oder mit einzelnen Teilen nicht einverstanden, können die Schulpflege und die Schulleitung eine schriftlich begründete Gegendarstellung einreichen. Diese Gegendarstellung muss von der Schulpflege und der Schulleitung gemeinsam verfasst und unterzeichnet werden. Innerhalb von 8 Schulwochen nach Erhalt des schriftlichen Evaluationsberichts muss die Gegendarstellung bei Peter Steiner, Leiter Schwerpunkt Schulqualität und bei Mirjam Obrist, Leiterin Sektion Entwicklung des Departements Bildung, Kultur und Sport eingetroffen sein. Diese Stellungnahme wird als Anhang dem Evaluationsbericht beigefügt und ist Teil davon.

Wie sind die internen und externen Schulevaluationen miteinander verbunden?
Die interne und die externe Evaluation sind auf verschiedenen Ebenen miteinander verbunden:

  • Beides sind Elemente eines umfassenden Qualitätsmanagements, das Grundlage der geleiteten Schule ist.
  • Eines der fünf Elemente von QUES Aargau (Qualitätsentwicklung und -sicherung an der Aargauer Volksschule) ist die interne Evaluation, die eine Innensicht der Schule als Ganzes oder von einzelnen Aspekten der Schul- und Unterrichtsqualität zeigt. Die externe Evaluation ergänzt diese Innensicht der Schule mit einer Aussensicht.
  • Es wird angestrebt, die während einer Evaluation erhobenen Daten sich gegenseitig zur Verfügung zu stellen und zu nutzen. Die Schulen analysieren und interpretieren die umfassende Menge an quantitativen Daten, die die externe Evaluation erhebt. Die externe Evaluation ihrerseits bezieht soweit möglich schulintern erhobene Daten in ihre Untersuchung mit ein.
  • Die Verknüpfung dieser beiden Konzepte (interne - und externe Evaluation) und eine abwechselnde und regelmässige Durchführung ist für eine nachhaltige Qualitätsentwicklung förderlich.

Weshalb erhalten die Lehrpersonen nach dem Unterrichtsbesuch kein ausführliches Feedback?
Die Externe Schulevaluation beurteilt das System Schule. Die Beurteilungen methodisch - didaktischer Kompetenzen der Lehrpersonen gehört nicht in den Aufgabenbereich der externen Schulevaluation. In den Schulbesuchen werden in Ergänzung zur schriftlichen Vorbefragung der Schülerinnen und Schüler das Schul- und Unterrichtsklima beobachtet.

Nur wenn gravierende Mängel, z. B. Offizialdelikte, festgestellt werden, werden der Präsident / die Präsidentin der Schulpflege, die Schulleitung sowie die Leiterin Schulaufsicht informiert.

Wer erhält Einblick in die Evaluationsergebnisse?
Die Evaluationsergebnisse werden der Schulführung und den Lehrpersonen in Validierungsworkshops bzw. in mündlichen Rückmeldeveranstaltungen präsentiert. Je ein schriftlicher Bericht geht an das Präsidium der Schulpflege, die Schulleitung und an die Schulaufsicht. Da die Datenhoheit bei der Schulführung liegt, entscheidet sie, wann und in welcher Form Ergebnisse des Berichts öffentlich gemacht werden.

Was geschieht, wenn die Evaluationsergebnisse negativ sind?
Werden gravierende Qualitätsmängel festgestellt, legen Schulpflege und Schulleitung ihre aufgrund des detaillierten Evaluationsberichts geplanten Massnahmen der Schulaufsicht zur Genehmigung vor.

Die Schulaufsicht kann zusätzliche Massnahmen anordnen, wenn Schulpflege und Schulleitung die festgestellten Qualitätsmängel nicht von sich aus zu beheben vermögen.

Das Departement Bildung, Kultur und Sport kann auf Antrag der Schulevaluationskommission (ab Schuljahr 2008/09), der Schulaufsicht oder der betreffenden Schulpflege selber eine ausserordentliche Schulevaluation zur Überprüfung der Massnahmenumsetzung anordnen.
(Verordnung zur Geleiteten Schule, §26 vom 23. 11. 2005)