Ziele und Grundlagen

Die externe Schulevaluation ist Teil des kantonalen Qualitätsmanagements (QM). Im Verbund mit anderen QM-Elementen will sie die Schulen im Prozess der Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung unterstützen. Ihre entwicklungsbezogene Funktion kann sie vor allem dann erfüllen, wenn ein funktionsfähiges Zusammenspiel von interner und externer Evaluation möglich wird.

Die externe Schulevaluation möchte die Schulen aus einer unabhängigen Perspektive heraus beurteilen – ohne Betroffenheitsverzerrungen und unter Berücksichtigung einer möglichst hohen Urteilstransparenz. Dabei stehen zwei unterschiedliche Funktionen im Vordergrund:

  • Kontroll- und Rechenschaftsfunktion (Ampelevaluation)
  • Entwicklungsfunktion (Profilevaluation)

 

Mit Hilfe der externen Evaluation wird die Qualität der einzelnen Schulen überprüft und beurteilt. In Kurzform lässt sich das Verfahren der externen Schulevaluation wie folgt umschreiben:

  • Ein Team von 2–4 Personen besucht während 2–3 Tagen eine Schule, um die Qualität der institutionellen Voraussetzungen, der wichtigen Prozesse und der Ergebnisse aus einer unabhängigen Perspektive zu erfassen.
  • Die Evaluationsteams versuchen mittels Beobachtungen, Interviews und Dokumentenanalysen einen möglichst differenzierten und datengestützten Einblick in die Erfüllung der kantonalen Grundanforderungen (Ampelevaluation) sowie die Besonderheiten der Schule im Sinne von Stärken und Schwächen resp. Chancen und Risiken (Entwicklungsfunktion) zu erhalten.
  • Anschliessend wird vom Evaluationsteam ein Bericht verfasst, der eine Beurteilung des Ist-Zustandes vornimmt und mögliche Entwicklungsfelder aufzeigt.

Die externe Schulevaluation beurteilt die Schule als Ganzes. Sie ist auf institutionelle und schulkulturelle Eigenheiten ausgerichtet und versucht Tendenzen aufzuzeigen, welche für die betreffende Schule charakteristisch sind. Sie nimmt keine Personalbeurteilung vor, sondern anonymisiert die personenbezogenen Evaluationsergebnisse.